Paranormal Activity 2 (2010)

OT: Paranormal Activity 2 - 91 Minuten - Horror
Paranormal Activity 2 (2010)
Kinostart: 05.11.2010
DVD-Start: 07.04.2011 - Blu-ray-Start: 07.04.2011
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Filmkritik zu Paranormal Activity 2

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Krachende Türen, flackernde Lampen, seltsame Geräusche – klarer Fall: Poltergeister sind hier am Werk – sollte man zumindest meinen, doch in PARANORMAL ACTIVITY 2 ist es gar ein Polterdämon, der sich holt, was rechtmäßig seins ist. Willkommen bei der Fortsetzung des Überraschungshit.

 

Wir rekapitulieren kurz: In Teil 1 wird ein junges Pärchen, Katie und Micah, in ihrem Haus von finsteren Mächten heimgesucht, die den beiden schlaflose Nächte und jede Menge Angstzustände bereiten. Mit einer Kamera „bewaffnet“ versucht Micah den paranormalen Aktivitäten auf die Schliche zu kommen – mit fatalen Folgen. Regie führte der bis dahin unbekannte Oren Peli, der äußerst kostengünstig produzierte Film wurde zum Mega-Überraschungserfolg, der mit geschickter Marketingstrategie weltweit die Kinocharts stürmte und Peli zum Produzenten des zweiten Teils.

 

Der ist zeitlich schon mal höchst interessant angelegt und setzt einige Wochen vor den Ereignissen des ersten Teils ein. Im Zentrum steht die Familie von Katies Schwester Kristie (Sprague Grayden), die mit ihrem Mann Dan (Brian Boland) und dessen Tochter aus erster Ehe Ali (Molly Ephraim) in einem großen Haus in der Vorstadt lebt und gerade ihren Sohn Hunter zur Welt gebracht hat. Das schier perfekte Familienglück währt nur kurz, denn nach einem Einbruch, bei dem die ganze Einrichtung zerstört wird, lebt die Familie in Angst. Daher wird ein Sicherheitsteam beauftragt, im gesamten Haus Kameras zu installieren, die von nun an jegliche Vorgänge überwachen. Doch nach einem Besuch Katies häufen sich seltsame Vorgänge: Pfannen beginnen zu scheppern, Türen öffnen und schließen sich, der Fernsehempfang spinnt – und der Poolsauger steht am nächsten Morgen wie von Geisterhand bewegt am Poolrand. Hier stinkt etwas gewaltig und die mexikanische Babysitterin (what else?) will dem fiesen Treiben mittels Seance zu Leibe rücken. Das sieht Hausherr Dan aber gar nicht gerne und so steht die Familie bald nicht nur ohne Reinigungskraft, sondern auch ohne spirituellen Beistand da. Und den hätte sie noch bitter nötig…

 

Unter der Regie von Tod Williams entstand erneut feister Geisterhorror, der zwar nach dem bekannten Schema abläuft, sein williges Publikum aber dennoch in Ekstase verzücken sollte: Es stellt sich Routine ein, wenn in der Nacht die immergleiche Abfolge der Überwachungskamera präsentiert wird (und der mechanische Poolsauger jedes Mal wieder für Heiterkeit bei mir sorgt), der Bass langsam anschwillt und man weiß: gleich wird etwas passieren. In PARANORMAL ACTIVITY 2 bereichert das Grauen aber um wenige, interessante Nuancen: So geht es diesmal sogar tagsüber zur Sache und in ein-, zwei Fällen ist die Präsenz des Bösen nicht durch die Tonspur angekündigt. Und schließlich gibt’s noch einen coolen Zusatzaspekt und Twist, den ich aber nicht verrate.

 

Weniger Bedeutung kommt hingegen dem Filmmaterial an sich zu – klar, denn über weite Strecken ist Familie Rey ja der Meinung, die Kameras seien nur dazu da, um mögliche Einbrecher bei ihren Vergehen aufzuzeichnen. Dass auch die Fortsetzung wie ein Tagebuch aufgebaut ist, fällt weitaus weniger ins Gewicht, als bei Teil 1. Diese Zusatzinformationen nimmt man eventuell als wenig wichtig auf, im Endeffekt dienen sie nur dazu, um der Handlung einen weiteren Rahmen zu geben.

 

Erneut gelingt dem Film die semi-dokumentarische Aufarbeitung wunderbar, auch die Handkameraeinlagen, die ca. 40% des Films ausmachen, fügen sich recht gut ins Gesamtgeschehen ein, wenngleich eine Szene im speziellen dann doch ziemlich stark an [REC] erinnert. Effekttechnisch lässt sich der Film zwar sehr viel Zeit, aber wenn’s dann so weit ist, wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Trotz seiner großartigen visuals funktioniert der eigentliche Schockmoment – wie bereits im Vorgänger – über die Tonspur: Selbst als Hörspiel würde PARANORMAL ACTIVITY 2 noch für jede Menge Gänsehaut sorgen.

 

Fazit:

Gelungene Fortsetzung dank sympathischer Figuren, beklemmender Atmosphäre und manchmal doch ziemlich beeindruckender Schockmomente – wenngleich letztere gerade in der ersten Hälfte für meinen Geschmack etwas zu stark vom leise-laut-Prinzip leben. Wer den ersten Film mochte, kann sich diesen unbesorgt ansehen.

 

Wertung:

8/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.1/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 12
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Liste von Aphelion
Erstellt: 10.12.2012