RED (R.E.D.) (2010)

OT: RED - 111 Minuten - Action / Komödie
RED (R.E.D.) (2010)
Kinostart: 29.10.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu RED (R.E.D.)

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Regisseur Robert Schwentke, am besten bekannt wohl durch seine Filme Flight Plan und Die Frau des Zeitreisenden, ist was man am ehesten als routinierter Handwerker bezeichnen kann. Wegen seinem Namen wird also kaum jemand ist Kino pilgern. Ganz anders sieht das jedoch mit den Darstellern seines neuesten Films RED aus: Bruce Willis, John Malkovich, Morgan Freeman, Helen Mirren, Karl Urban und Brian Cox um nur einmal die bekanntesten zu erwähnen, ergänzt von Serienstar Mary-Louise Parker (Weeds). Da kann man schon eine gewisse Vorfreude entwickeln. Und auch wenn RED nicht die Sorte Film ist, die Kritikerherzen im Sturm erobern, sorgt die Comic-Verfilmung doch für schnelle, kurzweilige und durchaus stimmige Unterhaltung.

 

Frank (Bruce Willis) war einst ein knallharter CIA Agent, mittlerweile ist er im Ruhestand und auf Partnersuche. Jeden Abend telefoniert er mit Sarah (Mary-Louise Parker) und will sie endlich einmal besuchen kommen. Doch plötzlich muss er erkennen, dass jemand versucht ihn umzubringen. Scheinbar sein ehemaliger Arbeitgeber, denn CIA-Agent William Cooper (Karl Urban) hat sich an seine Fersen geheftet. Also holt Frank Sarah ab, und besucht seine ehemaligen Kollegen Joe (Morgan Freeman), Marvin (John Malkovich) und Victoria (Helen Mirren) um herauszufinden was eigentlich los ist…

 

Seit dem legendären „I’m too old fort his shit!“ von Roger Murtaugh in den Lethal Weapon Filmen ist klar, dass das Alter auch an Actionstars nicht spurlos vorüber zieht. RED bezieht nun einen wesentlichen Reiz aus dem Alter der Hauptfiguren (mit Bruce Willis ist auch ein Star des Actiongenres vertreten) und macht es zum zentralen Thema. Morgan Freeman und Helen Mirren sind dabei noch die „würdevoll“ gealterten, denen es aber immer noch Spaß macht Gas zu geben. John Malkovich hingegen ist wieder ein ganz anderer Fall und darf wieder einmal einen völlig durchgeknallten Charakter verkörpern – mit hohem Unterhaltungswert.

 

Und Bruce Willis ist sowieso ein zeitloser Actionheld, der seit seiner Rolle in Stirb Langsam (immerhin vor über 20 Jahren) nichts an seiner Ausstrahlung und Präsenz eingebüßt hat. Und Robert Schwentke versteht es großteils wirklich gut das Potential seines Films auszuschöpfen. Die Action ist dabei gar nicht so wichtig, sondern garniert nur den Humor des Films, der auch gerne einmal auf den Pfaden von Knight and Day wandelt, wenn Bruce Willis seine Gefährtin auf unfreiwillige Weise in die Geschichte mit einbezieht.

 

Problematisch ist allerdings die Story, die zwar bei der Einführung noch funktioniert und es auf humoristische Weise versteht die Charaktere zu etablieren und miteinander in Beziehung zu setzen,  sich aber danach etwas verläuft. So fügt sich die Figur von Morgan Freeman nur schwer in den Film ein und wird auch völlig gefühlskalt wieder entlassen, ohne dass dies irgendeine Auswirkung hätte. Aber auch die generelle Story rund um eine Verstrickung des Vize-Präsidenten der USA weiß nicht so recht zu begeistern. Da wäre mit Sicherheit mehr drinnen gewesen, vor allem wenn man den Fokus stärker auf das Duo Willis/Parker gelegt hätte, denn der Beginn (der ganz diesen beiden Figuren gewidmet ist) gehört noch zu den besten Aspekten von RED.

 

Auch die Inszenierung von Robert Schwentke ist nicht herausragend aber erfüllt ihren Zweck. Was RED jedoch auf ganzer Linie rettet sind seine Darsteller, die es schaffen die Over-the-Top Action auf ironische Weise zu brechen und mit witzigen Dialogen den Filmfluss aufrecht zu halten. Natürlich muss man objektiv beanstanden, dass RED vieles falsch macht, aber die Darsteller schaffen es eben geschickt diese Schwäche zu überspielen, sodass der Film trotzdem Spaß macht und für einen lockeren Kinoabend sorgt. Nur Nachdenken sollte man über das Ganze wirklich nicht.

 

Fazit:

Robert Schwentke inszeniert mit RED eine routinierte Action-Komödie die etwas an der Story schwächelt, aber dafür über ein Starensemble in bester Spiellaune verfügt. Auch die Inszenierung von Schwentke ist lediglich solide, aber dank den humoristischen Dialogen und der Kurzweiligkeit können Fans von Action-Komödien gerne einen Blick riskieren.

 

Wertung:

6/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.5/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 33
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Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013